Quader, 2017 (aus der Gruppe: “Three Equal Volumes”),
Edelstahl,
H 380 cm x B 190 cm x T 95 cm
Ausgestellt in “Blickachsen 11“ (2017)
Erworben 2017
Standort: Hessenring, Achse Skulpturenallee/Bahnhofstrasse
Die Serie der „Quader“ im Werk des deutsch-niederländischen Künstlers begann in den frühen 1980er Jahren. Zuvor hatte er mit klassischem Skulpturenmaterial wie Carrara-Marmor und Grundformen experimentiert, die er durch äußere Einwirkung teilweise zur völligen Zerstörung brachte. Dagegen wirken die Verformungen der aus verschweißtem Edelstahl gearbeiteten „Quader“, als seien sie durch innere Kräfte – etwa gewaltige, unkontrollierte Implosionen – verformt worden. Doch auch diese Einwirkungen folgen einer kontrollierten Deformation: Ewerdt Hilgemann entzieht dem Inneren der Stahlskulpturen Luft oder zuvor eingefülltes
Wasser mittels einer Vakuumpumpe und lässt sie kontrolliert in Deformationen verfallen, deren äußere Form sich kein zweites Mal wiederholt. Die klassische bildhauerische Arbeit durch Formen, Bilden oder Meißeln weicht einem künstlerisch geleiteten Zufallsprinzip. Im Fall des „Quaders“ von 2017, der zur Gruppe drei unterschiedlich großer Skulpturen mit identischem Fassungsvermögen gehörte, führt die Deformation
zum Eindruck von unterschiedlichen Volumina – und einer nach Gebrauch zerdrückten, mit alltäglichen Objekten assoziierten Form.